Unsere Projekterfahrung · E-Mobility · Automotive

E-Mobility-Steckverbinder für die BMW i-Serie.

Unsere gemeinsame Projekterfahrung umfasst die Entwicklung eines Ladeinterfaces mit komplexen Kunststoffgehäusen, elektrischer Isolation, sicherheitsrelevanten Abständen und präziser Bauraumintegration in Siemens NX.

E-MobilitySiemens NXSteckverbinder HochvoltKunststoffIsolationskoordination
E-Mobility-Steckverbinder und Ladeinterface für die BMW i-Serie

Technische Aufgabe

Mechanische Präzision für elektrische Sicherheit

Ein E-Mobility-Steckverbinder muss hohe elektrische Anforderungen mit mechanischer Robustheit, sicherer Bedienung und begrenztem Bauraum verbinden. Gehäuse, Kontakte, Verriegelung, Dichtung und Montagekonzept müssen als Gesamtsystem entwickelt werden.

Für das Projektumfeld der BMW i-Serie wurden komplexe Kunststoff- und Gehäusegeometrien in Siemens NX konstruktiv ausgearbeitet. Im Fokus standen elektrische Isolation, Luft- und Kriechstrecken, Berührschutz, Werkstoffauswahl und fertigungsgerechte Gestaltung. Nicht öffentliche Projektdetails bleiben anonymisiert.

Leistungsumfang

Vom elektrischen Anforderungsprofil zum robusten Kunststoffgehäuse

Steckverbinder-Mechanik

Führung, Verriegelung, Kodierung, Montage und mechanische Schnittstellen funktionssicher entwickeln.

Isolierende Kunststoffe

Werkstoffe nach Durchschlagfestigkeit, CTI, Temperatur, Feuchte, Flammschutz und mechanischer Belastung auswählen.

Elektrische Sicherheit

Luft- und Kriechstrecken, feste Isolation und Berührschutz konstruktiv im Gehäusekonzept berücksichtigen.

Bauraum & Dichtung

Stecksystem, Dichtelemente und angrenzende Fahrzeugkomponenten montagegerecht integrieren.

Die Projekterfahrung zeigt: Bei Hochvolt- und Ladeinterfaces bestimmt die Kunststoffkonstruktion unmittelbar die elektrische Sicherheit, Lebensdauer, Montagefähigkeit und industrielle Herstellbarkeit.

Normen & elektrische Auslegung

Regelwerke früh in die Konstruktion übersetzen

Welche Normen verbindlich anzuwenden sind, hängt von Stecksystem, Spannungsebene, Ladeart, Zielmarkt und kundenspezifischem Lastenheft ab. Für vergleichbare Entwicklungsaufgaben können insbesondere folgende Regelwerke relevant sein:

  • IEC 62196
    Stecker, Fahrzeugkupplungen und Fahrzeugsteckvorrichtungen für das konduktive Laden.
  • ISO 6469-3
    Elektrische Sicherheit elektrisch angetriebener Straßenfahrzeuge.
  • IEC 60664-1
    Isolationskoordination sowie Auslegung von Luft- und Kriechstrecken.
  • IEC 60243-1
    Prüfung der elektrischen Durchschlagfestigkeit fester Isolierstoffe.
  • IEC 60112
    CTI/PTI und Kriechstromfestigkeit fester Isolierstoffe.
  • IEC 60695-11-10
    Beurteilung des Brennverhaltens elektrotechnischer Kunststoffe.
  • IEC 60529
    Schutzarten durch Gehäuse gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser.
  • LV 214 / Kundennormen
    Automotive-Anforderungen an elektrische Steckverbinder, abhängig vom Auftraggeber.
Normen werden hier nicht als pauschale Konformitätszusage aufgeführt. Maßgeblich sind immer das konkrete Produkt, das Lastenheft und die zum Entwicklungszeitpunkt gültige Normausgabe.

Entwicklungsprozess

Vom Lastenheft zum validierbaren Stecksystem

01 Anforderungen

Spannung, Strom, Temperatur, Dichtheit, Lebensdauer und Kundenvorgaben erfassen.

02 Isolation

Luft- und Kriechstrecken, Berührschutz und Werkstoffanforderungen ableiten.

03 NX Konstruktion

Gehäuse, Verriegelung, Kodierung, Dichtung und Schnittstellen parametrisch ausarbeiten.

04 Absicherung

Toleranzen, Montage, Herstellbarkeit und vorgesehene Prüfungen konstruktiv absichern.

05 Industrialisierung

Änderungen, Werkzeuganforderungen und Lieferantenabstimmung bis zur Reife begleiten.

Unsere Projekterfahrung umfasste Kunststoff- und Gehäusekonstruktion, komplexe Freiformflächen, Bauraumintegration und technische Projektkoordination im Umfeld eines Ladeinterfaces für die BMW i-Serie.
Hinweis: Diese Seite beschreibt unsere frühere Projekterfahrung. Verwendet werden ausschließlich allgemeine, übertragbare technische Inhalte; vertrauliche Unterlagen und nicht öffentliche Projektdetails werden nicht veröffentlicht.

Öffentlich dokumentierte Erfindererfahrung

Entwässerung für elektrische Steckverbinder

Anatoli Bolt wird gemeinsam mit Michael Hornung und Paul G. Halbach als Erfinder des Patents EP 2 573 880 A1 geführt. Das Patent trägt den Titel „Gehäuse für einen elektrischen Verbinder mit einer Entwässerungsvorrichtung“; als ursprünglicher Anmelder ist Delphi Technologies Inc. dokumentiert.

Die Erfindung beschreibt ein Steckverbindergehäuse mit gezielt ausgeführten Entwässerungswegen. Eingedrungenes Wasser und Kondensat können aus den Kontaktbereichen abgeleitet werden. Damit werden elektrische Sicherheit, Korrosionsschutz und die zuverlässige Funktion des Stecksystems unter Feuchtebelastung konstruktiv unterstützt.

Die Anmeldung wurde am 27. März 2013 als EP 2 573 880 A1 veröffentlicht und später als EP 2 573 880 B1 erteilt. Sie dokumentiert frühere Erfinder- und Entwicklungserfahrung bei Delphi im Bereich elektrischer Steckverbinder. Das Patent wird nicht dem auf dieser Seite beschriebenen BMW-i-Projekt zugeordnet.

Patent EP 2 573 880 A1 ansehen

BMW und BMW i sind Marken der BMW AG. Die Nennung dient ausschließlich der sachlichen Einordnung früherer Projekterfahrung und stellt keine aktuelle Geschäftsbeziehung oder Freigabe durch die BMW AG dar.